Verschwörungstheorien in sozialen Netzwerken

The Atlantic hat einen Artikel über eine Studie veröffentlicht, in der das Nutzerverhalten auf Facebook in Bezug auf Verschwörungstheorien und Nahrichtenquellen unter die Lupe genommen wurde.
Das Resultat ist schon ein wenig erschreckend, deckt sich aber auch mit meinen Erfahrungen: für die meisten Menschen spielt es keine Rolle, ob Nachrichten einer “seriösen” Quelle entstammen oder einfach unbelegte Gerüchte, Verschwörungstheorien oder sogar direkte Unwahrheiten darstellen: geteilt und geliket werden sie mit einer hohen strukturellen Ähnlichkeit.

28. March 2014 by feezenfreezen
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Ödland

whitenoiseBrand eins hat einen messerscharf analysierenden Text zur Lage des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in Deutschland veröffentlicht, der die Situation im Unterhaltungsbereich sehr treffend beschreibt: Wir Serienmuffel.

Deutsche Fernsehsender werden dominiert von risikoscheuen, selbstzufriedenen Typen mit Provinzhorizont und dem Hauptanliegen, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Also setzen sie auf Seilschaften und Rezepte, hinter denen sie ihre Unfähigkeit verbergen.

Die Diskussion an sich ist ja nicht neu, aber ich halte sie trotzdem für wichtig. Derartiger Veränderungsdruck ist sehr hilfreich, um die aktuelle Fernsehsituation im “Land von Derrick und Schwarzwaldklinik” zu verändern. Man muss sich an dieser Stelle immer wieder die unglaubliche Masse an Geld vor Augen führen, über die das gesamte öffentlich-rechtliche System verfügt: Pro Jahr sind dies 9,1 Milliarden Euro, somit ist die ARD, die viertgrößte nichtkommezielle Fernsehanstalt weltweit. Der Output an qualitativ exzellenten Formaten und Produktionen ist hingegen überschaubar.

Um dies zu ändern müssen die Programmverantwortlichen bei den “Anstalten” einfach langfristig mehr Risiko wagen und nicht immer den vermeintlich sicheren Quoten hinterherhetzen. Es gibt genug hervorragende Leute, doch ausgerechnet diejenigen an den relevanten Schaltstellen leben in beamtisch geprägten Realitäten aus anderen Medienzeiten.

Ich will nicht sagen, dass es keine guten Ansätze gibt: Die geradezu experimentellen Digitalkanäle und einzelne Redaktionen arbeiten hart an diesen Herausforderungen. Der Alterdurchschnitt 50+ der öffentlich-rechtlichen Zuschauer lässt ihnen allerdings auch keine andere Möglichkeit.

 

 

25. March 2014 by feezenfreezen
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Über Halbmenschen und zweifelhafte Geschöpfe

Aus falschen Worten wird falsches Denken. Und dem folgen Taten. Deshalb sind es gefährliche Worte.

Robert Koall, Chefdramaturg am Dresdener Schauspielhaus

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Wenn Schriftsteller zu diskursiven Waffen greifen, ebnen sie den Weg für physische Ausschreitungen. Matthias Matussek, Sibylle Lewitscharoff und Thilo Sarrazin sind Beispiele einer düsteren Tendenz.

Matussek hat sich vor ein paar Wochen mit einem semantisch abstrusen Meinungsartikel als offener Schwulenfeind geoutet (“Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so”). Lewitscharoff ist bei ihrer “Dresdener Rede” mit erschreckenden Thesen zu künstlichen Befruchtungstechniken aufgefallen: Bei den derart gezeugten Wesen handele es sich um “Halbmenschen” und “zweifelhafte Geschöpfe”.


Auch Horst Seehofer zündelt mit seiner populistischen Parole “Wer betrügt, der fliegt” gegen Armutseinwanderung aus Osteuropa.
Beide nutzen die von Thilo Sarrazin derzeit feuilletontauglich gemachte Strategie des vermeintlichen “Gesinnungsterrors” welches ihre Meinungsfreiheit bedrohe. “Die Medien” stellten sie alle in eine fragwürdige Ecke in welche sie nicht gehörten.

Diese perfide Vorgehensweise sorgt auf Dauer für eine schleichende Normalisierung minderheitenverachtender Positionen, da vordergründig nicht  die Inhalte, sondern Diskurspraktiken thematisiert werden. Minderheiten wird so die Zugehörigkeit in der Mehrheitsgesellschaft abgesprochen und Identität durch Abgrenzung erzeugt.

Wohin dies letztlich führt, haben wir in den 1990er mit Rostock-Lichtenhagen und der NSU erneut erfahren müssen.  

08. March 2014 by feezenfreezen
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Morozov erklärt

Wolfgang Michal hat eine gelungene Gegenüberstellung einiger Thesen Evgeny Morozovs und der seiner Kritiker auf Carta.info veröffentlicht.

Morozov sagt: Das Netz ist kapitalistisch und sonst nichts.

Sie sagen: Unser Netz ist nicht kapitalistisch und es wird auch nie vollkommen kapitalistisch sein – sonst wären wir ja nicht drin.

14. December 2013 by feezenfreezen
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Freihandelsabkommen mit den USA?

Warum werden die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen wohl geheim geführt? Eine transparente Diskussion würde den undemokratischen Charakter großer Teile dieses Abkommens offenbaren. Ich persönlich habe keine Lust auf ein weitreichendes Lobby-Abkommen bei dem wir wahrscheinlich erst in 5-10 Jahren erfahren werden, was für eine undemokratische gesellschaftliche Tragweite es entfaltet.

13. December 2013 by feezenfreezen
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Mensch Maschine

Mensch Maschine http://ift.tt/19Zs2yU

21. October 2013 by feezenfreezen
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New York La La La

New York La La La on Nowness.com

New York La La La, a multilayered approach to artificiality.

05. October 2013 by feezenfreezen
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Film und Fotografie

“Gewiss sind Film und Fotografie reproduzierbare Bilder. Trotzdem ist es etwas eingetreten, wovon Walter Benjamin noch nicht träumen konnte. Fotografie und Film sind auratisch geworden in ihrem Anspruch, eine vera icon des Wirklichen zu sein.”

Beat Wyss, Das indexikalische Bild. Hors-texte. S. 11

05. October 2013 by feezenfreezen
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Eyes on the Street

Eyes on the Street

This images has reached me, I do not know the author but it called my attention.

04. October 2013 by feezenfreezen
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Media Space / Presence 6.3 / Nowness edition…

Media Space / Presence 6.3 / Nowness edition http://bit.ly/1cc8HPC

04. October 2013 by feezenfreezen
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